Premiere vor Palma: Wenn aus einer Flotte eine Familie wird

10 Juli 2026 | Events

Es gibt Regatten, bei denen es nur um den Sieg geht. Und es gibt Regatten, bei denen das gemeinsame Erlebnis mindestens genauso zählt wie der Platz auf dem Podium.

Der Superyacht Cup Palma Richard Mille gehört seit drei Jahrzehnten zu den schönsten Veranstaltungen im internationalen Segelkalender. Zwischen historischen Mauern, türkisblauem Wasser und der Kulisse Mallorcas treffen sich jedes Jahr einige der faszinierendsten Segelyachten der Welt. In diesem Jahr schrieb YYachts dort ein ganz besonderes Kapitel seiner Geschichte.

Zum ersten Mal widmete Europas älteste Superyacht-Regatta der Werft eine eigene Klasse. Ein Meilenstein für YYachts und für die Idee, die Michael Schmidt seit der Gründung der Werft verfolgt: große Segelyachten zu bauen, die nicht für eine professionelle Crew entworfen wurden, sondern für Menschen, die selbst segeln möchten.

Sechs YYachts gingen bei der Premiere an den Start – eine der größten Einheitsflotten, die der Superyacht Cup Palma Richard Mille je gesehen hat. Vom Bestseller Y7 bis zur imposanten Y9 zeigte sich eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Modelle sind und wie konsequent sie dennoch einer gemeinsamen Philosophie folgen: leicht gebaut, elegant gezeichnet und vor allem mit echter Freude zu segeln.

Dass sich dieses Konzept auch auf der Regattabahn bewährt, zeigte sich schon vom ersten Start an. Die neue, von judel/vrolijk entworfene Y7 Beati gewann alle drei Wettfahrten und sicherte sich souverän den ersten Gesamtsieg der neuen YYachts-Klasse.

Dahinter segelte Distancia konstant auf Rang zwei, während Calabash, die Y8 von Werftgründer Michael Schmidt, das Podium komplettierte.

Doch fast wichtiger als das Ergebnis war etwas anderes: Die Rennen waren eng, die Stimmung herzlich und auf jedem Boot standen Eigner am Ruder, die ihre Yachten genau so nutzten, wie sie gedacht sind – mit Familie und Freunden. Denn genau darum geht es bei YYachts. Es geht nicht darum, schneller zu sein als alle anderen. Es geht darum, Yachten zu bauen, die Lust machen, jede freie Minute auf dem Wasser zu verbringen.

Wer während der Regattatage durch den Hafen von Palma schlenderte, spürte diese besondere Atmosphäre überall. Zwischen den Rennen trafen sich Eigner, Crews und ihre Familien auf den Stegen, tauschten Geschichten von langen Törns aus, planten die nächste gemeinsame Reise oder saßen einfach zusammen und genossen den Abend. Aus Kunden war längst eine Gemeinschaft geworden. Für Michael Schmidt war das vielleicht der schönste Moment der gesamten Veranstaltung.

Besonders bewegend war das Wiedersehen zweier Yachten, mit denen vor gut zehn Jahren alles begann. Peregrin, vielen noch als die legendäre Cool Breeze bekannt, lag gemeinsam mit Makai im Hafen. Die erste Yacht, die Schmidt ursprünglich nur für sich selbst bauen wollte. Und die zweite, mit der aus einer Idee schließlich eine Werft wurde. „Es war etwas Besonderes, beide Boote hier gemeinsam zu sehen“, sagte Schmidt. „Sie markieren den Anfang von YYachts.“

Dass heute gleich sechs YYachts gemeinsam um die Wette segeln, hätte damals wohl kaum jemand vorhergesagt. Die neue YYachts-Klasse entstand aus einer gemeinsamen Vision der Organisatoren des Superyacht Cup Palma Richard Mille und der Werft.

Über die Jahre ist rund um YYachts eine internationale Gemeinschaft von Eignern entstanden, die ihre Yachten nicht nur besitzen, sondern sie tatsächlich segeln – oft Tausende von Seemeilen im Mittelmeer und weit darüber hinaus. Palma brachte sie erstmals alle an einem Ort zusammen. „Unsere Eigner möchten ihre Yachten selbst segeln“, sagt Michael Schmidt. „Sie schätzen Performance, Einfachheit und Eleganz. Der Superyacht Cup ist genau der richtige Ort, um all das gemeinsam zu erleben.“ Kaum eine andere Werft im Luxussegment verfolgt diesen Gedanken so konsequent.

Dank der leichten Carbonbauweise bleiben die Yachten außergewöhnlich agil. Die Deckslayouts sind so durchdacht, dass selbst Yachten zwischen 65 und 100 Fuß von kleinen Crews oder den Eignern selbst sicher gesegelt werden können.

Gerade während der anspruchsvollen Bedingungen vor Palma – mit wechselnden Thermikwinden und taktisch anspruchsvollen Kursen – spielte diese Philosophie ihre Stärken eindrucksvoll aus.

Doch der eigentliche Erfolg dieser Premiere ließ sich nicht in Sekunden oder Platzierungen messen. Er zeigte sich in der Begeisterung der Eigner, im Lachen auf den Stegen, in gemeinsamen Abenden nach den Wettfahrten und in der Vorfreude auf das nächste Wiedersehen.

Beim festlichen Galaabend im neu eröffneten Club de Mar-Mallorca blickte Michael Schmidt deshalb nicht nur auf die vergangenen Tage zurück, sondern auch nach vorn. „Neun YYachten waren dieses Jahr in Palma, sechs davon auf der Regattabahn. Ich bin überzeugt, dass wir diese Zahl bis 2027 verdoppeln können.“

Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, sich bei allen zu bedanken, die diese Premiere möglich gemacht hatten. „Eine Veranstaltung wie diese lebt vom Engagement vieler Menschen“, sagte Schmidt. „Mein Dank gilt unseren Eignern, unserem großartigen Team, unseren Freunden und Partnern sowie Frisch, Reckmann, iShine, Alexseal, judel/vrolijk & co, AXXON, B&G und Zaoli für ihre großzügige Unterstützung.“

Nach vier Tagen auf dem Wasser blieb vor allem eine Erkenntnis. Die YYachts-Klasse war weit mehr als eine neue Wertung beim Superyacht Cup Palma Richard Mille. Sie war der Beginn einer neuen Tradition. Einer Tradition für Menschen, die Luxus nicht über Größe definieren, sondern über gemeinsame Zeit auf dem Wasser.

Für Segler, die den Wind lieber in den Segeln spüren als den Motor laufen hören. Und für eine Werft, deren größte Stärke vielleicht genau darin liegt, dass sie bis heute Yachten baut, die ihr Gründer selbst am liebsten segeln würde.

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